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Warum schnarche ich, und was kann ich selbst tun?

Von Snorly Redaktion

Schnarchen hat selten eine einzige Ursache. Meist kommen zwei oder drei Dinge zusammen: ein Glas Wein am Abend, ein paar Kilo mehr als vor zehn Jahren, die Rückenlage, eine Nase, die nachts zugeht. Dieser Artikel ordnet die Ursachen, zeigt, was Sie selbst ändern können, und sagt, wo die Gewohnheiten aufhören zu wirken.

Kurz und knapp: Warum schnarche ich, und was hilft?

  • Schnarchen entsteht, wenn im Schlaf die Muskeln im Rachen erschlaffen, der Atemweg enger wird und Gaumensegel oder Zungengrund im Luftstrom flattern.[1]
  • Risikofaktoren laut Leitlinie: Übergewicht, Alkohol, Rauchen und eine behinderte Nasenatmung, dazu das Alter und das männliche Geschlecht.[1]
  • Belegt wirken: Abnehmen bei Übergewicht, kein Alkohol am Abend, die Rückenlage meiden, wenn Sie nur dort schnarchen, und eine freie Nase, wenn sie die Ursache ist.[2][4][7][8]
  • Rachentraining kann das Schnarchen messbar senken, verlangt aber tägliches Üben über Monate.[12]
  • Reichen die Gewohnheiten nicht, empfiehlt die Leitlinie die Unterkieferprotrusionsschiene.[14] In unserer Kundenbefragung berichten 9 von 10 befragten Kunden, dass sie weniger schnarchen.

Wie Schnarchen entsteht

Tagsüber halten die Muskeln im Rachen den Atemweg offen. Im Schlaf lässt ihre Spannung nach. Der Rachen wird enger, die Luft muss schneller hindurch, und ab einer bestimmten Geschwindigkeit beginnt das weiche Gewebe zu flattern. Meist ist es das Gaumensegel, oft auch der Zungengrund, der nach hinten sinkt.[1] Dieses Flattern hört Ihr Partner als Schnarchen. Wie das aussieht, zeigt der Artikel Wie funktioniert eine Schnarchschiene? in sechs Bildern.

Alles, was die Muskeln weiter entspannt oder den Atemweg zusätzlich verengt, verstärkt das Schnarchen. Genau da setzen die Gewohnheiten an.

Alkohol: der häufigste vermeidbare Auslöser

Alkohol dämpft das Nervensystem und damit die Spannung der Muskeln, die den Rachen offen halten. Die Zunge sinkt leichter nach hinten, das Gewebe flattert früher. Eine Übersichtsarbeit, die 13 Schlaflaborstudien mit 279 Teilnehmern zusammenfasst, kommt zu einem klaren Ergebnis: Nach Alkohol wird das Schnarchen stärker, die Atemaussetzer nehmen zu, und die Sauerstoffsättigung im Blut sinkt.[2] Die Leitlinie zum Schnarchen empfiehlt deshalb, abends auf Alkohol zu verzichten, auch wenn Studien zur Wirkung dieses Verzichts fehlen.[3]

Dass Rotwein stärker wirkt als Bier oder Sekt, geben die Studien nicht her, sie unterscheiden nicht nach Getränk. Was zählt, sind Menge und Zeitpunkt: Je größer der Abstand zwischen dem letzten Glas und dem Einschlafen, desto weniger Alkohol ist im Blut, wenn die Muskeln ohnehin erschlaffen. Wer nur nach einem Abend mit Alkohol schnarcht, hat seine Ursache gefunden. Wer auch nüchtern schnarcht, hat mindestens eine zweite.

Gewicht: der größte Hebel, wenn er zutrifft

Übergewicht ist der Risikofaktor mit der klarsten Empfehlung. Die Leitlinie sagt, dass jedem übergewichtigen Schnarcher eine Gewichtsreduktion empfohlen werden soll, mit dem höchsten Empfehlungsgrad, obwohl Studien an reinen Schnarchern fehlen.[4] Der Grund sitzt im Hals: Mehr Gewebe rund um den Rachen engt den Atemweg von außen ein.

Wie stark das wirkt, zeigt eine Langzeitstudie aus Wisconsin mit 690 Erwachsenen, die über Jahre im Schlaflabor untersucht wurden. Wer zehn Prozent seines Gewichts verlor, hatte rund ein Viertel weniger nächtliche Atemereignisse. Wer zehn Prozent zunahm, hatte rund ein Drittel mehr.[5] Dieselbe Forschergruppe fand, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für nächtliche Atmungsstörungen senkt, zum größten Teil über das Gewicht, vielleicht auch ein Stück darüber hinaus.[6]

Für einen Schnarcher mit Normalgewicht ist dieser Hebel allerdings keiner. Dann liegt die Ursache woanders.

Ernährung: was dran ist und was nicht

Ratgeber sind voll mit Ernährungstipps gegen Schnarchen: keine Milchprodukte am Abend, nichts Scharfes, keine späte Mahlzeit. Die Leitlinie führt keines davon als Risikofaktor.[1] Ernährung wirkt aufs Schnarchen über das Gewicht, und das dauert Wochen bis Monate, nicht über den Speiseplan des Abends.

Eine Ausnahme ist der Alkohol zum Essen, siehe oben. Und wer mit einer verstopften Nase schnarcht, kann prüfen, ob eine Allergie dahintersteckt, dazu unten mehr.

Schlafposition: Rückenlage meiden, wenn sie der Auslöser ist

In Rückenlage sinken Zunge und Gaumensegel der Schwerkraft nach hinten, der Rachen wird enger. Dass das Schnarchen in Rückenlage schlimmer wird, ist in der Literatur gut bekannt.[7] Die Leitlinie empfiehlt bei rückenlagebezogenem Schnarchen einen Therapieversuch, die Rückenlage zu verhindern, und sie hält fest, dass ein rein rückenlagebezogenes Schnarchen eher selten vorkommt.[7] Die meisten schnarchen auf dem Rücken lauter, auf der Seite leiser, und beides zu oft.

Der klassische Weg ist die Seitenlage: ein Seitenschläferkissen, ein Rucksack mit weichem Inhalt oder der Tennisball im Schlafanzug, der die Rückenlage unbequem macht. Westen und elektronische Lagetrainer, die dasselbe erreichen sollen, ordnet der Artikel Was hilft wirklich gegen Schnarchen? ein.

Eine Besonderheit nennt die Leitlinie ausdrücklich: ein Kissen, das den Kopf leicht bewegt, sobald ein eingebautes Mikrofon Schnarchen registriert. In einer Studie mit 22 Schnarchern sank damit die Zahl der Schnarchgeräusche pro Stunde deutlich, und die Leitlinie empfiehlt, diese schnarchgetriggerte Änderung der Kopfposition anzubieten.[7] Für einfache Keilkissen oder ein erhöhtes Kopfteil liegen der Leitlinie dagegen keine verwertbaren Studien vor.[7]

Ob Sie ein Rückenschnarcher sind, zeigt am einfachsten Ihr Partner oder eine Aufnahme über mehrere Nächte. Der Snorly Schnarchtracker zeichnet Ihre Nächte auf dem iPhone auf; so sehen Sie, ob das Schnarchen zu bestimmten Zeiten verschwindet.

Nase: wenn die Luft nicht durchkommt

Die Nase selbst schnarcht nicht, dafür sind Knochen und Knorpel zu stabil. Eine enge oder verstopfte Nase verstärkt aber das Flattern im Rachen: Die Luft muss mit mehr Sog durch die Nase, oder sie geht gleich durch den Mund. Die Leitlinie führt die behinderte Nasenatmung deshalb als Risikofaktor und sieht bei Beschwerden eine Untersuchung der Nase vor.[1]

Was hilft, hängt davon ab, wo die Enge sitzt.

Am Naseneingang, an der Nasenklappe: Dort können Nasenpflaster und Nasendilatatoren die Nase öffnen. Die Leitlinie sieht für diesen Fall einen Therapieversuch vor.[8] Ob Ihre Nase die Ursache ist und wo die Grenzen liegen, zeigen die Artikel Helfen Nasenpflaster gegen Schnarchen? und Helfen Nasendilatatoren gegen Schnarchen?

Tiefer in der Nase: Eine verkrümmte Nasenscheidewand haben bis zu 80 Prozent der Menschen, Beschwerden macht sie nur bei einem kleinen Teil, dann als einseitig behinderte Nasenatmung, Schnarchen, Kopfschmerzen oder Nasenbluten.[9] Eine Operation kommt bei starken Beschwerden infrage. Studien zeigen, dass der Eingriff die Beschwerden lindern kann; ob er auch langfristig hilft, ist nicht ausreichend untersucht.[9] Für das Schnarchen ist die Leitlinie vorsichtig: Bei Schnarchern mit behinderter Nasenatmung sollte eine Nasenoperation angeboten werden, und Bettpartner nehmen das Schnarchen danach als leiser wahr. Objektiv messen ließ sich das bisher nicht.[10] Die Leitlinie nennt einen praktischen Weg, das vorab zu prüfen: Mit einem Nasendilatator oder, für wenige Tage, einem abschwellenden Nasenspray lässt sich simulieren, was eine freiere Nase fürs Schnarchen bringt.[8]

Bei Allergie: Heuschnupfen und Hausstaubmilben lassen die Schleimhäute anschwellen. Abschwellende Nasensprays sind keine Dauerlösung, sie schädigen auf Dauer die Schleimhaut.[8] Eine Allergie gehört abgeklärt und behandelt; die Nase wird frei, und das Schnarchen kann mitgehen.

Rachentraining: Lässt sich Schnarchen abtrainieren?

Wenn erschlaffte Muskeln das Problem sind, liegt der Gedanke nahe, sie zu trainieren. Die Leitlinie hält die Datenlage für eine Empfehlung nicht für ausreichend, weil die meisten Studien Schlafapnoe-Patienten nicht sauber ausgeschlossen haben.[11] Zwei Studien zeigen trotzdem, was möglich ist.

In São Paulo übten 39 Schnarcher drei Monate lang täglich Zungen-, Gaumen- und Rachenübungen oder bekamen zum Vergleich Nasenpflaster und Atemübungen. Mit den Übungen sank das im Schlaflabor gemessene Schnarchen deutlich, in der Vergleichsgruppe änderte sich nichts.[12] In Zürich lernten 25 Patienten mit mittelschwerer Schlafapnoe Didgeridoo spielen und übten vier Monate lang fast täglich rund 25 Minuten. Ihre Partner fühlten sich danach weniger gestört, und die Patienten waren tagsüber weniger müde.[13]

Die Übungen sind einfach: die Zungenspitze an den Gaumen drücken und die Zunge am Gaumen entlang nach hinten ziehen, die Zunge flach gegen den Gaumen saugen und halten, beim Sprechen von „A“ das Gaumensegel anheben. Was zählt, ist die Regelmäßigkeit: täglich, über Monate, und wie bei jedem Muskel lässt die Wirkung nach, wenn das Training aufhört. Wer das durchhält, kann sein Schnarchen abschwächen. Wer eine Lösung für heute Nacht sucht, braucht etwas anderes.

Rauchen, Schlafmittel, Schlafrhythmus

Drei Punkte, die die Leitlinie unter die allgemeinen Empfehlungen fasst: keine Schlafmittel, Tabakentwöhnung bei Rauchern und ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus. Überzeugende Studien, dass diese Maßnahmen das Schnarchen bessern, gibt es nicht, aus schlafmedizinischer Sicht werden sie trotzdem unterstützt.[3] Rauchen zählt die Leitlinie ausdrücklich zu den Risikofaktoren.[1] Schlafmittel entspannen die Muskulatur ähnlich wie Alkohol; wer sie regelmäßig nimmt und schnarcht, bespricht Alternativen mit dem Arzt.

Koffein taucht in der Leitlinie nicht auf. Es stört den Schlaf, mit dem Schnarchen hat es nach heutigem Stand nichts zu tun.

Wenn Gewohnheiten nicht reichen: die Schnarchschiene

Die Gewohnheiten oben nehmen dem Schnarchen seine Verstärker. Die Ursache selbst, den im Schlaf erschlaffenden Rachen, ändern sie nicht. Dafür empfiehlt die Leitlinie zum Schnarchen die Unterkieferprotrusionsschiene, mit dem höchsten Empfehlungsgrad, den sie vergibt.[14] Prof. Boris Stuck, Direktor der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Marburg, zählt die Vorverlagerung des Unterkiefers mit einer Schiene zu den wenigen Verfahren, die „wirklich gut untersucht und empfehlenswert“ sind.[15]

Die Schiene hält den Unterkiefer im Schlaf ein paar Millimeter weiter vorn. Der Zungengrund wird mitgezogen, der Rachen bleibt offen, das Gewebe flattert nicht mehr. Die Wirkung ist mechanisch und setzt ab der ersten Nacht ein, unabhängig davon, was Sie am Abend gegessen oder getrunken haben. An das Tragen gewöhnen sich die meisten in drei bis vier Nächten. In unserer Kundenbefragung berichten 9 von 10 befragten Kunden, dass sie weniger schnarchen. Was eine Unterkieferprotrusionsschiene genau ist, für wen sie passt und welche Nebenwirkungen möglich sind, erklärt der Artikel zur Protrusionsschiene.

Für den Dauereinsatz sieht die zahnmedizinische Leitlinie nur Schienen vor, die im Labor nach einem Abdruck individuell gefertigt und nachjustierbar sind.[16] Die Snorly-Schiene entsteht genau so: Sie nehmen den Abdruck zu Hause, spezialisierte Dentallabore fertigen die Schiene nach Ihren Zähnen, und Ihre medizinische Eignung wird vorab über einen Gesundheitsfragebogen geprüft. Das ist die Schnarchschiene ohne Zahnarzttermin, zum Festpreis von 495 Euro inklusive Abdruckset.

Reduziert die Schiene Ihr Schnarchen nicht, bekommen Sie innerhalb von 60 Nächten ab Lieferung den Kaufpreis zurück, gegen Aufzeichnungen aus acht Nächten. Drückt oder scheuert sie, arbeitet das Labor in den ersten 30 Tagen kostenlos nach. Die Einzelheiten stehen in den Garantiebedingungen. Ob die Schiene für Sie infrage kommt, zeigt der Eignungscheck in zwei Minuten.

Die Gewohnheiten bleiben trotzdem sinnvoll. Weniger Alkohol, weniger Gewicht und eine freie Nase machen den Rachen weiter, und die Schiene hält ihn offen. Zusammen wirkt beides besser als jedes für sich.

Wann zum Arzt?

Bemerkt Ihr Partner Atemaussetzer im Schlaf, sind Sie tagsüber trotz ausreichend Schlaf stark müde oder wachen Sie mit Kopfschmerzen auf, kann eine obstruktive Schlafapnoe dahinterstecken. Das gehört ärztlich abgeklärt, bevor Sie an Gewohnheiten arbeiten. Das Wirkprinzip der Unterkieferprotrusionsschiene ist in beiden Fällen das gleiche: Sie hält die Atemwege offen, genau deshalb setzt die Schlafmedizin auf diese Schienenart. Eine diagnostizierte Schlafapnoe gehört allerdings in ärztliche Begleitung.

Auch eine dauerhaft oder einseitig verstopfte Nase ist ein Fall für den HNO-Arzt, und Schnarchen, das in der Schwangerschaft neu beginnt, gehört in die Vorsorge. Mehr dazu im Abschnitt zu Frauen im Artikel Was hilft wirklich gegen Schnarchen?

Häufige Fragen

Warum schnarche ich plötzlich?

Meist hat sich ein Verstärker geändert: ein paar Kilo mehr, Alkohol am Abend, eine Erkältung oder Allergie, die die Nase zusetzt, oder eine neue Schlafposition. Mit dem Alter lässt die Muskelspannung im Rachen zudem nach.[1] Beginnt das Schnarchen in der Schwangerschaft, sprechen Sie es bei der Vorsorge an.

Hilft Abnehmen gegen Schnarchen?

Bei Übergewicht ja. Die Leitlinie empfiehlt jedem übergewichtigen Schnarcher eine Gewichtsreduktion.[4] In einer Langzeitstudie bedeuteten zehn Prozent weniger Gewicht rund ein Viertel weniger nächtliche Atemereignisse.[5] Bei Normalgewicht liegt die Ursache woanders.

Warum schnarche ich nach Alkohol?

Alkohol entspannt die Muskeln, die den Rachen offen halten. Eine Übersichtsarbeit aus 13 Schlaflaborstudien zeigt stärkeres Schnarchen, mehr Atemaussetzer und eine niedrigere Sauerstoffsättigung nach Alkohol.[2] Ob Rotwein, Bier oder Sekt, spielt in den Studien keine Rolle.

In welcher Schlafposition schnarcht man am wenigsten?

Auf der Seite. In Rückenlage sinken Zunge und Gaumensegel nach hinten.[7] Rein rückenlagebezogenes Schnarchen ist allerdings selten; die meisten schnarchen auf der Seite leiser, aber weiter.

Kann man Schnarchen abtrainieren?

Zum Teil. Tägliche Zungen- und Rachenübungen senkten in einer Studie das gemessene Schnarchen nach drei Monaten deutlich.[12] Die Leitlinie hält die Datenlage für eine Empfehlung noch nicht für ausreichend.[11] Es braucht Monate, und die Wirkung bleibt nur mit dem Training.

Hilft eine Nasen-OP gegen Schnarchen?

Bei behinderter Nasenatmung kann sie das Schnarchen aus Sicht des Bettpartners leiser machen, objektiv messen ließ sich das bisher nicht.[10] Die Leitlinie empfiehlt die Operation bei Schnarchern mit Nasenatmungsbehinderung als Angebot, nicht als Mittel gegen Schnarchen bei freier Nase.[10] Ein Nasendilatator zeigt vorab, was eine freiere Nase bringen würde.[8]

Welche Hausmittel helfen gegen Schnarchen?

Die wirksamen „Hausmittel“ sind Gewohnheiten: kein Alkohol am Abend, Abnehmen bei Übergewicht, Seitenlage, eine freie Nase. Öle, Sprays und Gurgellösungen für den Rachen empfiehlt die Leitlinie nicht, überzeugende Studien fehlen.[8]

Was hilft, wenn nichts davon hilft?

Dann ist der erschlaffende Rachen selbst die Ursache. Dafür empfiehlt die Leitlinie die Unterkieferprotrusionsschiene.[14] Sie hält den Unterkiefer vorn und den Rachen offen, ab der ersten Nacht. Ob sie für Sie passt, zeigt der Eignungscheck.

Quellen

  • [1] AWMF S3-Leitlinie 017-068, Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen (Fassung 2019), Kapitel 6 Pathophysiologie (Vibration von Weichteilstrukturen bei abnehmendem Muskeltonus, Ursprung häufig der Weichgaumen), Kapitel 7 Risikofaktoren (Nikotinkonsum, erhöhtes Körpergewicht, Nasenatmungsbehinderung, Alkoholkonsum, männliches Geschlecht, Lebensalter) und Kapitel Diagnostik, Abschnitt Nase. register.awmf.org
  • [2] Burgos-Sanchez C. et al., Impact of Alcohol Consumption on Snoring and Sleep Apnea: A Systematic Review and Meta-analysis. Otolaryngology-Head and Neck Surgery 2020: 13 Studien, 279 Patienten, stärkeres Schnarchen, höherer Apnoe-Hypopnoe-Index und niedrigere Sauerstoffsättigung nach Alkohol. PubMed 32513091
  • [3] AWMF S3-Leitlinie 017-068, Kapitel 11 Konservative Verfahren, Einleitung: Vermeidung von Schlafmitteln und abendlicher Alkoholeinnahme, Tabakentwöhnung, stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus; überzeugende klinische Studien liegen nicht vor, schlafmedizinisch unterstützt. register.awmf.org
  • [4] AWMF S3-Leitlinie 017-068, Kapitel 11.3 Gewichtsreduktion: Eine Reduktion des Body-Mass-Index soll bei jedem übergewichtigen Schnarcher empfohlen werden (Empfehlungsgrad A). register.awmf.org
  • [5] Peppard P. E. et al., Longitudinal study of moderate weight change and sleep-disordered breathing. JAMA 2000: 690 Erwachsene, zehn Prozent Gewichtsverlust mit rund 26 Prozent niedrigerem Apnoe-Hypopnoe-Index, zehn Prozent Gewichtszunahme mit rund 32 Prozent höherem. PubMed 11122588
  • [6] Awad K. M. et al., Exercise is associated with a reduced incidence of sleep-disordered breathing. American Journal of Medicine 2012: Wirkung überwiegend, aber vielleicht nicht vollständig über das Körpergewicht vermittelt. PubMed 22482846
  • [7] AWMF S3-Leitlinie 017-068, Kapitel 11.1 Lagetherapie: Verschlechterung in Rückenlage, rein rückenlagebezogenes Schnarchen selten, Therapieversuch mit Rückenlageverhinderung (Empfehlungsgrad B), schnarchgetriggerte Änderung der Kopfposition (Evidenzlevel Ib, Empfehlungsgrad B; Studie mit 22 Patienten, 269 gegenüber 162 Schnarchgeräusche pro Stunde); nur eine prospektive Studie eingeschlossen. register.awmf.org
  • [8] AWMF S3-Leitlinie 017-068, Kapitel 11.4 Weitere Verfahren: Therapieversuch mit nasalen Dilatatoren bei Nasenklappenenge, abschwellende Nasensprays nicht als Dauertherapie, Simulation des Effekts einer Nasenoperation, topische Steroide mit gemischten Ergebnissen, Öle und Sprays nicht empfohlen. register.awmf.org
  • [9] gesundheitsinformation.de (IQWiG), Verkrümmte Nasenscheidewand (Nasenseptumdeviation), aktualisiert am 04.02.2026: bei bis zu 80 Prozent der Menschen verkrümmt, Beschwerden nur bei einem kleinen Teil; Operation bei starken Beschwerden; Studien zeigen Linderung, Langzeitwirkung nicht ausreichend untersucht. gesundheitsinformation.de
  • [10] AWMF S3-Leitlinie 017-068, Kapitel 13.1 Nasenchirurgie: Nasenoperationen bei Schnarchern mit Nasenatmungsbehinderung sollten angeboten werden, subjektive Besserung des Schnarchens möglich, objektiver Nachweis bisher nicht erbracht; ohne subjektive Nasenatmungsbehinderung keine Aussage möglich. register.awmf.org
  • [11] AWMF S3-Leitlinie 017-068, Kapitel 11.2 myofasziale Therapie: Datenlage für eine Empfehlung nicht ausreichend, kein suffizienter Ausschluss von Schlafapnoe-Patienten in den Studien. register.awmf.org
  • [12] Ieto V. et al., Effects of Oropharyngeal Exercises on Snoring: A Randomized Trial. Chest 2015: 39 Patienten, drei Monate tägliche Übungen, objektiv gemessener Schnarchindex gesenkt; Kontrollgruppe mit Nasendilatator-Strips und Atemübungen ohne Veränderung. PubMed 25950418
  • [13] Puhan M. A. et al., Didgeridoo playing as alternative treatment for obstructive sleep apnoea syndrome: randomised controlled trial. BMJ 2006: 25 Patienten mit mittelschwerer Schlafapnoe, vier Monate Üben, weniger Tagesschläfrigkeit, Partner weniger gestört. PubMed 16377643
  • [14] AWMF S3-Leitlinie 017-068, Kapitel 12 Intraorale Geräte: In geeigneten Fällen soll bei Behandlungswunsch die Therapie des Schnarchens mit einer Unterkieferprotrusionsschiene empfohlen werden (Evidenzlevel 1b, Empfehlungsgrad A). register.awmf.org
  • [15] Apotheken Umschau, Apps gegen Schnarchen: Was sie leisten können und was nicht (10.03.2022), Prof. Boris Stuck, Universitätsklinikum Marburg: Unterkiefer-Vorverlagerung mit einer Schiene „wirklich gut untersucht und empfehlenswert“. apotheken-umschau.de
  • [16] zm-online (Zahnärztliche Mitteilungen), Der klinische Algorithmus der UPS-Behandlung (27.11.2022), mit Bezug auf die S1-Leitlinie 083-045: für die Langzeitanwendung ausschließlich laborgefertigte, individuell angepasste, nachjustierbare Schienensysteme. zm-online.de